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Gesamtziel des Vorhabens

Aspergillus fumigatus (A. fumigatus) und andere Schimmelpilze verursachen lebensbedrohende Infektionen in immunsupprimierten Patienten oder allergische Reaktionen in Patienten mit Cystischer Fibrose (CF), Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Nicht-CF Bronchiektasen (NCFBE) (LeibundGut-Landmann et al. 2012). Das wirkliche Ausmaß der Pilz-assoziierten Pathologien ist in den meisten Fällen nicht genau bekannt, da Pilze Teil unserer täglichen Umgebung sind und daher der rein mikrobiologische Nachweis kein probates diagnostisches Mittel darstellt. Demzufolge erfolgen Therapien häufig ungenau und verzögert, da diagnostische Methoden den zugrundeliegenden Wirt-Pathogen-Status (WPS), also Besiedelung versus Sensibilisierung versus Infektion, diagnostisch derzeit nicht erfassen (Bacher et al. 2013a, 2013b). Ein von uns entwickeltes Immunzell-basiertes Verfahren, Antigen-reactive T cell enrichment (ARTE, Bacher et al. 2014a, 2014b, 2015a, 2015b), erlaubt, den WPS exakt zu bestimmen und diagnostisch für die Kategorisierung von Patienten(-gruppen) zu nutzen (Bacher et al. 2015c). ART4Fun integriert WPS, klinisch-epidemiologische und veterinärmedizinische Daten für eine übergreifende Diagnostik und Risikostratifizierung Pilz-assoziierter Lungenpathologien (CF, IMI, EAA, Asthma, NCFBE, COPD) und entwickelt darauf aufbauend neue Therapie- und Präventionsstrategien.

Wissenschaftliche und/oder technische Arbeitsziele des Vorhabens

Ziel ist es, die diagnostische Lücke bei Pilz-assoziierten Infektionen/Immunpathologien zu schließen und am Beispiel von Pilzinfektionen zu zeigen, dass die Analyse der antigenspezifischen T-Zell-Reaktion einen signifikanten diagnostischen Mehrwert besitzt und antigenspezifische T-Zellen zudem für einen möglichen therapeutischen Einsatz geeignet sind. Auf Basis der verbesserten Diagnostik werden individualisierte therapeutische und vorbeugende Maßnahmen entwickelt. Wir wollen die Pilz-spezifische T-Zell-Reaktion (Frequenz, Phänotyp, Aktivierungsstatus, Proteinspezifität) zur Bestimmung des individuellen Wirt-Pathogen-Status (WPS) nutzen, um (A) die Beteiligung von Pilzen an bekannten Immunpathologien (invasive Mykose=IMI, Aspergillom, Allergic Broncho-Pulmonary Aspergillosis=ABPA; exogen allergische Alveolitis=EAA) nachzuweisen und daraus neue diagnostische Ansätze zu entwickeln, (B) deren Anwendbarkeit auf andere Lungenpathologien zu überprüfen (COPD, Asthma, NCFBE), (C) individualisierte Patienten „Response-Pattern“ über Multiparameter Analysen zu erstellen und (D) mit epidemiologischen Daten aus CF-Patientenregistern abzugleichen, um damit eine Risikostratifizierung einzelner Patienten(gruppen) zu ermöglichen und daraus mögliche Präventions-/Therapiestrategien zu erarbeiten. (E) Im humanrelevanten Großtiermodell Schwein sollen spezifische T-Zellen aus dem Blut und aus Gewebe (Lunge) verglichen und in Komorbiditäten (Pathogen-Pathogen Modulationen) analysiert werden. Diese grundlegenden Erkenntnisse über Spezifität, Phänotyp und Stabilität der klinisch relevanten T-Zell-Populationen soll außerdem für die Entwicklung therapeutischer T-Zell-Transplantate (F) genutzt werden („genetic engineering“).


Infect Control 2020


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Zwanzig20


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Unternehmen Region


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Bundesministerium für Bildung und Forschung
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